Die eigene Cloud

Wer möchte guten Gewissens seine Daten in eine Cloud geben und Nutzungsbedingungen zustimmen, die man nicht versteht. Vom Patriot Act wollen wir hier gar nicht reden. Aber soll man deshalb auf den Komfort einer Cloud-Lösung verzichten? Daten in einen lokalen Ordner zu kopieren um sie auf anderen Geräten wie Notebook, Tablet und Smartphone nutzen zu können oder Dritten den Download dieser Daten zu gestatten, ist schon eine feine Sache.

Das funktioniert aber auch bei einem nationalen Provider wie zum Beispiel Domainfactory GmbH, wenn man einen Account (ab 3,99/Monat und 25 GB Speicherplatz) besitzt. Man geht ins Kundenmenü und wählt FTP-Accounts/LiveDisk. Dort erstellt man einen neuen FTP-Account, gibt ihm einen Namen und ein Passwort sowie eine Adresse auf dem Server, die für die Cloud genutzt werden soll. Dann aktiviert man mit einem Häkchen diesen FTP-Account und macht ihn damit zur LiveDisk (Domainfactory Markenzeichen). Zuguterletzt lädt man das angebotene Script runter, mit dem man auf seinem Computer das Pendant der LiveDisk einrichtet. Man hat nun eine Online-Festplatte im webDAV-Standard.

Wikipedia: WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) ist ein offener Standard zur Bereitstellung von Dateien im Internet. Dabei können Benutzer auf ihre Daten wie auf eine Online-Festplatte zugreifen. Technisch gesehen ist WebDAV eine Erweiterung des Protokolls HTTP/1.1, die bestimmte Einschränkungen von HTTP aufhebt. Bisher kennt man aus Online-Formularen meist nur die Möglichkeit, einzelne Dateien hochzuladen (HTTP-POST). Mit WebDAV können ganze Verzeichnisse übertragen werden. Zudem ist eine Versionskontrolle spezifiziert.

Ich benutze dieses System zum drahtlosen Transfer meiner eBooks zum eReader, der einen Internet-Browser besitzt. Mit dem Browser gehe ich in meine passwortgeschützte Cloud.

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eBooks gehört (trotzdem) die Zukunft

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Design Dietmar Liste

(für Joachim Beigel)

Das eBook kommt nur schleppend voran. Neben dem pBook – also dem Papierbuch – spielt es keine große Rolle. Trotz günstiger Gerätepreise um die 100 Euro scheut die große Mehrheit der Leser die Anschaffung eines speziellen eReaders. Man hat ganz konventionell lieber eine mehr oder weniger dicke Schwarte in der Hand. Dabei ist der eReader noch nicht einmal Voraussetzung. Auch mit einem Tablet, einem Smartphone, einem Net- oder Notebook kann man Bücher lesen. Die erforderliche Software gibt es sogar kostenlos.

Der eReader hat zwei Vorteile: Die Lesbarkeit ist bei allen Lichtverhältnissen sehr gut. Und der Stromverbrauch ist minimal, so dass mit einer Aufladung wochen- oder gar monatelang gelesen werden kann.

Die Nachteile sind (noch): schwache Rechnerleistung und unzureichende Kompatibilität zum Standard (epub2 und epub3). Auf jedem Reader gibt es eine vom Original abweichende Darstellung, so dass man zur Qualitätskontrolle auf den Uralt-Reader Adobe Digital Editions angewiesen ist, der seine Marktposition mit dem DRM-Kopierschutz sichert. Eine neuere Alternative zum ADE ist der Bluefire-Reader (für Mobiles und PC).

Und so verwundert nicht, dass eBooks viel öfter mit dem Tablet gelesen werden. Der deutlich höhere Stromverbrauch wird also hingenommen. Das Tablet als Allzweckwaffe wird deshalb dem eReader mit eInk-Technik sehr wahrscheinlich den Garaus machen.

Das bedeutet natürlich nicht das Ende des eBooks, das heute in zwei verschiedenen Techniken auf dem Markt ist: Amazons azw3 (vormals mobi) und epub. Beide Formate basieren auf XHTML/HTML und können legal und (bei Kopierschutz) illegal in das andere Format konvertiert werden.

Ein Erfolgshindernis für das eBook ist die schlechte typografische und funktionale Gestaltung der großen Mehrheit. Selbst große Verlage liefern mangelhafte Ware, so dass das voreingestellte Design am eReader geändert oder gar abgestellt werden muss, was in allen Lesegeräten möglich ist. Somit ist nur eine Gestaltung empfehlenswert, die eine optimale Lesbarkeit und Funktionalität bereitstellt: bei Silbentrennung, Inhaltsverzeichnis, Fußnoten, Index und Abbildungen u.a.. Da Seitenumbruch von der Schriftgröße abhängt, braucht das eBook letztendlich alle Freiheiten.

Weil der leistungsschwache und monochrome eReader am Markt mehr und mehr eine untergeordnete Rolle spielt, sollten eBooks sich nicht auf ihn fokussieren. Damit unterfordert man alle anderen Lesegeräte und verzichtet auf Attraktivität. Ideal wäre natürlich die parallele Auslieferung einer Monochrom- und einer Colorversion in einem eBook, was herstellungstechnisch unproblematisch ist.

Anmerkung: Die Formatierungssprache CSS (Cascading Style Sheets) bietet übrigens alle Möglichkeiten der Anpassung an Displaygrößen. Dies ist auch ein Hinweis auf die systembedingte Trennung von Inhalt und Form. Alle Bestandteile eines Buchs wie z.B. Überschriften, Fließtext, Zitate, Fußnoten, Bildunterschriften usw. werden mit spezifischen Anweisungen versehen, die zentral definiert sind. Durch die Änderung der Anweisungen werden alle Bestandteile geändert. Diese Verfahrensweise ist nicht eBook-typisch, sondern seit langem Standard beim Publizieren. Deshalb überrascht es nicht, das man einen mit dem Programm InDesign von Adobe formatierten Buchtext auch als eBook ausgeben kann.

SSL-Zertifikat erforderlich

Es geht nicht nur um den Schutz der Kundendaten, die zum Beispiel mit einem Kontakt- und Bestellformular in einer Website erfasst werden. Es geht auch um das Ranking bei Google. Sichere Websites mit einem SSL-Zertifikat werden zukünftig besser bewertet. Wie Fritz Weisshart auf seiner Website schreibt, fordern auch Behörden das HTTPS vor dem Domainnamen. Der Einsatz von Verschlüsselungstechnik nach dem Stand der Technik ist für die Bayerische Datenschutz-Aufsichtsbehörde gemäß § 9 BDSG bei der Übermittlung personenbezogener Daten obligatorisch.

Das einfachste Zertifikat kostet bei meinen Provider DomainFactory 1,99€/Monat. Mit einem Shop steigen die Kosten bis zu knapp 25€/Monat *).

* Originaltext DomainFactory: GlobalSign Extended SSL mit erweiterter Validierung bekannt von Onlinebanking & Co.: Die grüne Adressleiste signalisiert in vielen Browsern auf den ersten Blick einen vertrauenswürdigen Geschäftspartner. Mit dem für eine bestimmte (Sub-)Domain ausgestellten 256-Bit-Zertifikat, welches eine erweiterte Validierung des Inhabers beinhaltet, kann jeder Webseitenbetreiber seinen Besuchern Sicherheit signalisieren. Ideal für Onlineshops, sensible gesicherte Webbereiche, Onlinebanking uvm..

Passwörter sicher speichern

Im Blog www.php-einfach.de liest man, dass ein Laptop nicht einmal eine Sekunde braucht, um 1 Millionen Hashs mit einem bestimmten Passwort zu vergleichen (ein Hash ist die Verschlüsselung eines Passworts). Mit leistungsfähiger Hardware können rund 8,5 Milliarden MD5-Hashs oder 3 Milliarden SHA1-Hashs pro Sekunde mit einem Passwort verglichen werden. Dass die Methoden MD5 und SHA1 nicht sicher genug sind, hat sich aber noch nicht rumgesprochen.

Die bessere Methode steht mit der PHP-Version 5.5 zur Verfügung. Ein starker Algorithmus, der ständige Wechsel des Hashs für ein und das selbe Passwort und die Verhinderung unendlicher Passwort/Hash-Abfragen dürfte es Hackern in Zukunft schwer(er) machen, sich in die Datenbank einzuloggen und Schaden anzurichten.

php-einfach.de bietet nicht nur Informationen zum Thema, sondern auch Lösungen. Für einen Newsletter liefert dieser Blog alle Scripts, die erforderlich sind, um Datenklau und Datenlöschung durch Angreifer zu verhindern.


Natürlich kann man das Subscriben und Unsubscriben auch per Email betreiben. Die Methode ist nicht besonders unsicher, weil die Authentifizierung über die Emailadresse erfolgt. Aber erstens funktioniert das nicht mit allen Browsern (z.B. Safira) und zweitens wissen viele Abonennten nicht mehr, mit welcher Emailadresse sie sich angemeldet hatten. Die Aktualisierung des Adressenmaterials lässt sich auch mit dieser Methode betreiben, wenn das Newsletter-Programm es unterstützt. Die Datenbank-Methode dürfte eleganter sein. Der Anschluss an das Newsletter-Programm kann direkt erfolgen oder über die Windows-Schnittstelle ODBC.

Information vor Originalität

… denn Originalität zählt höchstens beim ersten bis dritten Besuch.

Wenn Grafiker Hand anlegen, spielt Text eine untergeordnete Rolle. Diese Erfahrung habe ich als Konzeptioner/Texter bei meiner Arbeit in und für Werbeagenturen in Frankfurt am Main gemacht. Die Grafiker von heute sind Webdesigner und unterscheiden sich in puncto Kommunikationsqualität oft nicht von ihren älteren Kollegen. Natürlich kann ich verstehen, dass Grafiker originell auftreten wollen, um sich abzuheben. Aber wenn der potentielle Kunde nichts erfährt, nützt Originalität nichts.
Wem diese Einstellung nicht gefällt, sollte David Ogilvy lesen, der heute noch als Guru der Werbung gilt. Auch bei Claude C. Hopkins zählt das Ergebnis. Und es gibt keinen Grund, die Gesetze der Werbung nicht im Internet zu beachten.

Bevor es jedoch um die Gestaltung geht, sollten die Hausaufgaben gemacht sein. Um die soll es sich hier drehen.

VIEWPORT
Mit der Etablierung der aktuellen Version (5) der Formatierungssprache HTML bietet sich ein einfacher Header an, der im Zusammenspiel mit den Formatangaben eine bessere – weil lesbarere – Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen bietet.

TITLE
Wenn man Favoriten-Links setzt, erlebt man immer wieder Nichtssagendes wie Home, Willkommen oder einen Domainnamen. Das heißt, die Funktion des title der Startseite und der folgenden Seiten wurde missachtet. Und wenn der title bei allen Seiten der selbe ist, hat man in den Trefferseiten der Suchmaschinen das Nachsehen.
Arbeitet eine Website mit einer Datenbank, kann man den title on-the-fly generieren, indem ein spezielles Datenfeld oder die Headline einer Seite für den title verwendet wird.

URL
Die sogenannte URL einer Seite besteht aus dem Domainnamen und einer Seitenbezeichnung. Gut wenn es nicht die Datensatznummer, sondern ein informativer Text ist (www.domainname.de/Kontakt-und-Impressum). Auf hierfür kan man die Datenbank nutzen und das Servermodul rewrite.

STYLE
Die Trennung von Inhalt und Form ist eigentlich heute selbstverständlich. Die Formatierungsanweisungen können in einer separaten Datei stehen oder im Header der Seite/n. Bei vielen HTML-Seiten ist eine externe style.css natürlich obligatorisch, weil Formatierungsänderungen nur an einer Stelle vorgenommen werden müssen.

FAVICON
Diese Micrografik wird mit der URL gezeigt. Sie ist hilfreich, wenn Bookmarks/Favoriten gesetzt werden. Vor allem bei Tablets und Smartphones kommen sie zur Geltung. Als Alternative zur herkömmlichen, kleinen favicon-Grafik können die von Apple eingeführten größeren Touch Icons eingesetzt werden, die auf dem Smartphone viel besser aussehen. Im Netz gibt es Seiten, auf denen man favicons und Touch Icons online erstellen kann.

RWD RESPINSIVE WEB DESIGN
Wenn man möglichst viele Menschen mit seiner Homepage erreichen will, muss man seine Website heute auf allen Bildschirmen optimal aussehen lassen, ohne dass man sie mit Fingerakrobatik lesbar machen muss (je nach Thema und Zielgruppe dürfte der Anteil der Smartphone-Besuche zwischen 25-40% liegen).
Mit alternativen styles oder einem speziellem Aufbau läßt sich diese Forderung leicht erfüllen. Wenn die Inhalte aus der Datenbank kommen, ist doppelte Arbeit nicht nötig.
Bei Bildern und Grafiken muss man allerdings zweigleisig fahren. Für kleine Bildschirme sollten die Abbildungen nicht durch Größenangabe verkleinert werden, sondern durch Verkleinerungen in der Bildbearbeitung. Denn viele Smartphone-Besitzer haben ein begrenztes Highspeed-Volumen für ihre Internet-Flatrate.
Sinnvoll ist eine Seitengestaltung mit Vorschaubildern auch für große Bildschirme. Die Vorschaubilder sollten dann für die Smartphone-Displays eingesetzt werden.

Schnell startende und gut lesbare Sites sind eminent wichtig. Internetuser sind bequem, warten und bleiben nicht lange.

MAGERSUCHT
Immer mehr Wedesigner/Grafiker benutzen magere Schriften, die es schon immer gab – für Überschriften und Grafik. Heute bleiben die Gestalter ihrer Zunft treu und verwenden magere Schriften auch für Fließtext und degradieren diesen zur Graufläche. Dafür kann mann nur Verständnis haben, wenn man davon ausgeht, dass Gestalter keine Texte lesen.

STATISTIK
Damit man sehen kann, was Gestalter verzapft haben, ist eine Statistik nötig. Es muss nicht die schnüffelnde Google Analytic sein, ein Seitenzähler tut es auch, denn so genau muss man es nicht wissen. Aber die Verteilung von PC- und Mobil-Besuchern ist interessant. Dass ca. 50% aller Besucher Bots, also Suchmaschinen, sind, sollte nicht schocken.

BROWSER-CHECK
Eine gute style-Datei setzt zuerst mal alle Formate auf 0/none. Dann werden bestimmte Browser mit ihren speziellen Daten versorgt; und schließlich kommen die Vorgaben für das gewünschte Design. Trotzdem kann es nicht schaden, sich sein Baby in Internet Explorer, Firefox, Chrome, Safari und Opera anzusehen. Alle anderen Browser kann man wohl oder übel vergessen.

Google ändert Ranking

absatzwirtschaft 13.4.2015:

http://www.absatzwirtschaft.de/mobile-first-vier-fakten-ueber-das-grosse-google-update-51795/
Zitat: Ab dem 21. April verleiht Google „Mobile-Friendly Sites“ höhere Priorität und wird deren Inhalte in den Suchergebnissen bevorzugt behandeln. Google spricht von „erheblichen Auswirkungen in unseren Suchergebnissen“ und empfiehlt responsive Websites – also Formate, die sich dem jeweiligen Endgerät anpassen.

Selbst wenn man das Smartphone als Transmissionsriemen zum Kunden nicht erst nimmt – weil man davon ausgeht, dass seine Kunden kein Smartphone für den Besuch im Internet verwenden -, sollte man seine Website responsive machen lassen. Natürlich ist dieses Google-Update nicht uneigennützig. Goggle will sein Android OS fördern. Aber ohne Google sieht man im Internet alt aus, ganz abgesehen von der angepassten Darstellung.

Im Text der absatzwirtschaft findet man einen Link zu einer Google-Testseite. Testen Sie ruhig mal, was Ihnen so einfällt. Sie werden u.U. ins Grübeln kommen …